Feb 25 2008

ByeBye Gulli – Aber der Deckel bleibt offen

Die wahrscheinlich bekannteste deutschsprachige Webseite zu allen möglichen Underground-Themen des Internets – gulli.com – kehrt Deutschland den Rücken und zieht nach Österreich. In den letzten 10 Jahren haben sich die deutschen Gesetze so dermaßen verschärft, dass ein Weiterbetrieb in der alten Form in der BRD nicht mehr möglich ist.
Ich persönlich bin zwar etwas skeptisch, ob Österreich die richtige Wahl als neuen Serverstandort ist, aber ich drücke dem alten und neuen Team dieser sympathischen Website alle Daumen für die nächsten 10 Jahre.

Blog vom Gulli-Betreiber:  Hier

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Feb 19 2008

Office-Formate für jedermann

Microsoft hat sein Versprechen wahr gemacht, und die Spezifikationen als PDF für diverse Office-Binärformate (u.a. Word, Excel, Powerpoint) veröffentlicht. Bisher waren diese Informationen nur auf Anfrage zu bekommen.
Zu finden ist der ziemlich trockene, englische Lesestoff hier.

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Feb 12 2008

Vorratsdatenspeicherung <> IP-Logging

Die Vorratsdatenspeicherung ist in vollem Gange und unsere Bundesjustizministerin Frau Zypries wird vom Arbeitsgericht Berlin dazu verknackt, endlich mit dem Loggen von IP-Adressen der Besucher “ihrer” Webseite www.bmj.bund.de (eine verlinkung spare ich mir an dieser Stelle) aufzuhören. Ansonsten drohen 250000 € (Steuer-)Geldstrafe oder wahlweise ein halbes Jahr Knast. Die Abschrift des Gerichtsbeschluss ist bei Datenspeicherung.de nachzulesen.
Das ausgerechnet dem Justizministerium das Loggen verboten wird, zeugt schon von einer gewissen Ironie. Bitte mehr solcher Urteile.

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Feb 6 2008

Wofür Videoüberwachung doch gut ist…

Die Volksbank Stuttgart nimmt es scheinbar nicht so genau mit dem Datenschutz ihrer Kunden. Um eine Person zu ermitteln, welche den Teppich im Geldautomatenbereich der Bank verunreinigt hat, wurden die Videoaufnahmen UND das Transaktionsprotokoll des Geldautomaten ausgewertet. Zur Erinnerung: Die Sichtung des Videomaterials ist bei Banken nur zur Verfolgung von Straftaten zulässig!
Die ganze Story gibt es bei Heise und den Stuttgarter Nachrichten
Hätte ich ein Konto bei dieser Bank, wäre dieser “Vorfall” ein Grund, das Konto zu kündigen.

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Feb 5 2008

The Wailers gegen The Wailers

Einfach köstlich. Im Jahr 2003, 45 Jahre (!) nach ihrer Gründung kam die US-Band “The Wailers” (muss man die kennen?) auf die glorreiche Idee, ihren Bandnamen als Marke schützen zu lassen. Nun gibt es eine sehr bekannte Reggea-Band um den verstorbenen Sänger Bob Marley mit just dem selben Namen und einer Domain wailers.com. Da die Verwechslungsgefahr ja nun immens ist, verklagte man die Jamaikaner nun auf die Herausgabe der Domain. Die Richter waren allerdings etwa befremdet darüber, dass man fast ein halbes Jahrhundert gewartet hat, um seinen Namen schützen zu lassen. Die Klage wurde abgewiesen.

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Feb 1 2008

3D Desktop Beryl auf dem Eee PC

Bei Gearlive.com gibt es ein englischsprachiges Video, welches beschreibt, wie man den 3D Fenstermanager Beryl auf den Eee PC bekommt.

Ich habe es selbst mal an meinem neuen Spielzeug getestet, und es funktioniert tatsächlich.

Allerdings bin ich bei der Installation auf ein paar Abweichungen vom Video gestoßen, deshalb gibt es jetzt mal ein kleines Tutorial auf Deutsch.Ich gehe mal davon aus, dass der geneigte Leser bereits den Advanced-Desktop aktiviert hat. Falls nicht, wird am Anfang des Videos erklärt, wie es funktioniert. Eine deutschsprachige Ressource findet man hier.Zu Beginn benötigen wir eine neue Paketquelle in unserer Synaptik-Paketverwaltung. Dazu öffnen wir eine Konsole (Alt-F2, Konsole eingeben) und geben folgendes ein:
wget http://debian.beryl-project.org/root@lupine.me.uk.gpg | sudo apt-key add -<enter>
Bitte das Minus-Zeichen am Ende nicht vergessen. Im Video wird das ganze mit curl ausgeführt, da curl aber standardmäßig nicht installiert ist, nehmen wir einfach wget, das tuts auch. Die Quelle ist für uns nun vetrauenswürdig. Da wir gerade in der Konsole sind, schreiben wir noch ein kurzes sudo synaptic & <enter>und die Paketverwaltung öffnet sich. Hier gehen wir auf Einstellungen -> Paketquellen -> Neu und tragen dort folgende Daten ein:
Adresse: http://debian.beryl-project.org/
Distribution: etch
Sektion(en): main
Das Ganze mit OK bestätigen und auf Neu laden klicken. Die Quelle ist nun eingebunden. Wir öffnen die Suche im Paketmanager und suchen nach beryl. Wir wählen das gefundene Paket beryl aus und merken es zum Installieren vor. Ein Klick auf den Button Anwenden sollte nun die weiteren benötigten Pakete erfassen und Beryl kann installiert werden. Nach der Installation sollten unter Applications -> System der Beryl Manager, sowie der Beryl Settings Manager zu finden sein. Bitte noch nicht öffnen. Nur gucken, nicht anfassen. ;-) Wir kehren zurück zu unserer Konsole, da wir noch eine Datei editieren müssen. Wir schreiben:
sudo kwrite /etc/X11/xorg.conf

Es öffnet sich ein Editor mit der gewünschten Konfigurationsdatei. Im Abschnitt [Section "Server Layout"] sowie im Abschnitt [Section "Server Flags"] muss jeweils folgender Eintrag getätigt werden, falls noch nicht vorhanden (so wie bei mir):
Option "AIGLX" "true" (jeweils durch Tab getrennt).In [Section "Device"] muss die Zeile Driver "intel" durch Driver "i810" ersetzt werden.
Zuguterletzt ersetzen wir noch in der [Section "Extensions"] das
Option "Composite" von "Disable" auf "Enable".
Das war es mit der Editiererei. Wir klicken auf Datei -> Speichern und verlassen den Editor.
Nun starten wir den Beryl-Manager unter Applications->System. Er braucht einen Moment zum Laden. Wenn er fertig ist, findet sich in der Taskbar ein rotes Icon, eine Art Diamant wieder, wo sich ein Menue beim Rechtsklick öffnet.Abweichend von den Angaben in dem Video habe ich folgende Einstellungen in dem Menüpunkt Erweiterte Optionen für Beryl gewählt:
Renderpfad: Automatisch (im Video ist es “Copy”, was bei mir nur Müll verursachte)
Composite Overlay Window: COW benutzen
Renderplattform: AIGLX erzwingen
Binding: Automatisch
Rendering: Indirect RenderingNun springen wir noch schnell im Menü in die Emerald Themen-Verwaltung -> Themen editieren -> Reiter Rahmen/Schatten und setzen dort die Deckkraft sowie den Radius auf den kleinsten Wert der geht, da man ansonsten einen häßlichen, schwarzen Trauerrand um jedes Fenster hat, da der Grafikchip des Eee PC kein Alpha-Blending unterstützt. Leider ist das Fenster ziemlich groß, so dass man mit Alt+Linker Maustaste den Beenden-Button etwas suchen muss.

Nun sind wir bereit für den ersten Start: Im Menü auf den Menüpunkt Wähle Fenster Manager gehen und dort Beryl auswählen. Der Bildschirm müsste sich nun neu aufbauen. Wenn in dem Menüpunkt Wähle Fenster-Manager immer noch Beryl ausgewählt ist, war die Installation erfolgreich.
Natürlich erfolgt das Nachkochen dieses Rezeptes gänzlich auf eigene Verantwortung und Gefahr. Ich freue mich über Feedback zu diesem kleinen Tutorial.

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