Goodby Coolangatta – Hello Cairns
Ach Kinners, war das schön. Die Spiele sind vorbei, “Projekt Bronze” erfolgreich erfüllt. An unserem letzten Spieltag gab es für mich auch noch ein Pünktchen gegen einen Australier. Wahrscheinlich der wichtigste Sieg…ach das hatten wir schon. Somit gehen 3 von 13 Spielen auf mein Konto. Dies ist eins mehr, als ich mir vorgenommen hatte, aber doch weniger als ich mir erhofft hatte. Egal, es war eine Team-WM, und das Team hats geschafft.
Gestern schrieb ich vom bequemen Shoppen mit Männern. Wie herlich schnell und unkomliziert das doch alles so ist. Ich befürchte, heute muss ich meine Meinung revidieren. Nachdem mich “die Jungend” angefleht hatte, mit ihnen einkaufen zu gehen, weil sie den Weg nicht so genau kennen, und ich doch schließlich mal Pfadfinder war, fand ich mich, ehe ich mich versah, in einer Shopping-Mall mit rund 400 Geschäften wieder. Und siehe da, die Kleinen sind keinen Deut besser, als ihre Mütter. Was sucht man stundenlang in einem Surfshop? Bei uns zu Hause gibts keine Wellen! Nachdem ich schon 3x durch den kompletten Laden gelaufen bin, sind die Jungens kaum am ersten Kleiderständer vorbeigekommen. Ich hab mich dann selber in der nächsten Kaffeebude abgegeben, und gewartet, bis die Kleinen, bepackt mit ganzen Schrankkoffern voller neuer Klamotten wieder zu mir stießen.
Zurück in unserer Wohnung hieß es dann schnell in Schale schmeißen, weil das Abschluss-Bankett und die Siegerehrung auf mich wartete. Und was soll ich sagen: Es war sehr nett. Es gab 3 Dinge, die diesen Abend nahezu perfekt gemacht haben:
1) Mir wurde von meinen hessischen Teammitgliedern eine Privatfahrt zum Flughafen Brisbane angeboten, die ich dankend annahm. Dies hat für mich den großen Vorteil, dass ich mich morgen früh nicht in den Transferbus quälen muss, der mitten in der Nacht, nämlich um 05:30 Uhr(!) fährt, zumal mein Flieger erst um 14:00 Uhr geht. An dieser Stelle nochmal ein riesengroßes Dankeschön dafür.
2) Die japanischen Damen haben vergessen, ihre Polonaise durchs Hotel zu machen.
3) Wurde ich eben mit dem “Shuffelboard Sports Merit Award” ausgezeichnet. Zur Info: Dieser Award ist eine Auszeichnung, die pro WM nur einer Person pro Land verliehen wird, die sich in irgendeiner Weise um den Sport verdient gemacht hat. Da meine sportlichen Leistungen dieses Jahr wahrlich nicht auszeichnungswürdig waren, muss es wohl mit Shuffleboarder.de und dem Blödsinn, den ich hier verzapfe, zu tun haben.
Da ich fest davon ausging, dass unsere grandiosen Shuffle-Girls diese Auszeichnung erhielten, präparierte ich schonmal meine Kamera um ein paar gerührte Gesichter fotografieren zu können. Daher war ich mehr als perplex, als ich plötzlich meinen Namen hörte und auf die Bühne gerufen wurde. Plötzlich war ich der Gerührte. Aber schön wars. Eins steht mal fest, ich bin noch nie in so kurzer Zeit so oft fotografiert worden. Und alle haben Sie einem gratuliert. Das war schon toll!
Nach einem wirklich netten Abend ging dann die große Verabschiedungszeremonie los. Und wenn 2010 tatsächlich alle die nach Deutschland zur WM kommen, die es heute abend zugesagt haben, werden wir wohl anbauen müssen.
Nun sitz ich hier auf gepackten Koffern, und bin gespannt, was mich in Cairns so erwartet. Wir hatten hier ein straffes Programm, aber auch jede Menge Spaß. Jetzt freu ich mich aber auch auf ein paar Tage Ruhe ohne Leute, mit denen ich ständig reden muss.
Picture of the day: Mein Award

Erkenntnis des Tages: Josef Beuys sagte mal: Jeder Mensch ist in seinem Leben für 15 Minuten berühmt. Meine waren heute.



