Heute habe ich mir vorgenommen, mal nix wildes zu machen. Nach 3 Tagen Action Non-Stop stand mir heute mal nicht der Sinn nach Tauchen, Wildwasserrafting, Bungee-Jumping, Fallschirmspringen oder was man sonst hier noch alles so machen kann. Ich wollte Shoppen! Und zwar so richtig in einer Shopping-Mall. Also machte ich mich auf den Weg.
Übrigens: Das korrekte Überqueren einer Straße hier, hab ich immer noch nicht gelernt. Vor jeder Straßenüberquerung schaue ich mittlerweile, wie ein paranoider Geisteskranker in alle 4 Himmelsrichtungen, weil ich immer noch nicht weiß, aus welcher Richtung die Autos denn nun kommen. Hier gibt es zwar auch Fußgängerampeln, aber die sind nun mal zu gar nichts zu gebrauchen. An einer roten Ampel kann man getrost eine Zigarette rauchen, einen Kaffee trinken, oder ein gutes Buch lesen, bevor diese mal grün wird. Sollte man dieses seltene Phänomen tatsächlich mal erleben, muss man dann auch flux die Beine in die Hand nehmen, denn eine Grünphase dauert geschätzte 2,34 Sekunden. Es gab Momente, da war die Ampel schon wieder Rot, bevor ich realisiert hatte, dass sie mal Grün war. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund warum die Aussies so konsequent über Rot gehen, selbst wenn ein Polizeiwagen angefahren kommt. Aber ich schweife ab.
Die Mall entäuschte mich. Hier gab es den gleichen Krempel wie bei uns. “Kaufhof” heißt hier “Myer” und und “Woolworth” gibts hier immer noch, und ist so eine Art “Real”. Nach einem Besuch im australischen MediaMarkt (den Namen hab ich jetzt vergessen) wurde es Zeit für ein Frühstück bei “Hungry Jacks”, bei uns besser bekannt als “Burger King”. Der geneigte Leser merkt es schon: Alles alter Wein in neuen Schläuchen.
Also machte ich mich mal auf, zum Bahnhof nebenan. Ich war schwer erstaunt über das wilde Treiben dort (siehe Bild). Auf meine Nachfrage an der Information, wohin die Züge hier denn so fahren, erfuhr ich, dass dies ein Bahnhof ohne Wiederkehr ist, d.h. hier fahren nur Züge ab, kommen hier aber nie an. Wie gut, dass ich mich nicht spontan in einen Zug gesetzt habe.
Da der Tag noch jung war, buchte ich spontan eine enstpannte Bootsfahrt ins Landesinnere. Das war genau das richtige für den heutigen Tag. Entspannt über den Fluss, der von Mangrovenwäldern umgeben ist, tuckern und dabei Ausschau nach Krokodilen halten, die sich hier sehr wohl fühlen. Naja, gesehen hab ich leider keine. Dafür im Anschluss der Tour umso mehr. Als Bonbon gab es nämlich noch eine Kleinbusfahrt durch Australiens größte kommerzielle Krokodilfarm mit 26.000(!) zukünftigen Handtaschen. Da der Tourleiter allerdings einen grausamen Dialekt sprach, hab ich gerade mal die Hälfte von den durchaus interessanten Informationen verstanden. Überhaupt: Manche Aussies haben so einen üblen Dialekt, dass ich mich manchmal frage, welche Sprache die überhaupt sprechen. Den Großteil verstehe ich allerdings recht gut.
Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Abstecher in meine Hotelbar, wo ich zu meinem Entsetzen feststellen musste, dass hier ein Cola-Rum nur 3 Dollar (ca. 1,80 €) kostet. Und ich Idiot sauf die ganze Zeit das sündhaft teure Bier….
Pictures of the day:
Erkenntnis des Tages:
Englischsprachige Krankenhausserien im Fernsehen sind eher für Fortgeschrittene
Cheers!






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