Gerade bei Heise gelesen: Einführung eines mehrstufigen Verfahrens zum Versand einer Rückrufbitte für Mobilfunkteilnehmer. Hört sich schonmal wild an. Aber was steckt dahinter? Nachdem ich mir den Text mehrmals durchgelesen habe, meine ich, dahinter gekommen zu sein:
Beispiel: Ich stehe mit meinem Handy nicht im Telefonbuch. Die Firma Windisch & Schlau GmbH möchte mir aber gerne mal eine Waschmaschine verkaufen. Also stellt diese bei meinem Mobilfunkprovider XY eine Anfrage, dass sie mit mir telefonieren möchte. Ich bekomme von XY eine SMS mit der Mitteilung, dass jemand, der sich als Windisch & Schlau GmbH ausgibt, mit mir telefonieren möchte. Eine Nummer wird nicht mit übermittelt. Habe ich diesem “Service” zufällig mal eingewilligt, kann der Provider XY die Verbindung herstellen. Soviel dazu.
Grundsätzlich stehe ich neuen Dingen in der Telekommunikation ja recht aufgeschlossen gegenüber, aber in diesem Fall mutmaße ich eine gewisse Sinnfreiheit in diesem neuen Vorgehen.
Begründung I: Jeder der mich anrufen können soll, hat meine Handynummer. Und zwar von mir. Jeder der mich mobil anrufen möchte, kann mich gerne kontaktieren, egal ob per Post, Festnetz, Email, Web, Persönlich, etc. Wege gibt es genug. Ich entscheide dann, ob ich gewillt bin, meine Handynummer rauszurücken. Immerhin hat es ja einen Grund, warum ich nicht im Telefonbuch stehe.
Begründung II: Wenn dieser Service dem Zwecke der Kommunikation zwischen potentiellem Kunden und Firma dienen soll, dann hat die Firma meine Handynummer eh schon, und zwar von mir, andernfalls würde es sich um einen unerlaubten Werbeanruf handeln, der geahndet werden kann.
Wo habe ich hier den Denkknoten? Für irgendwas muss das doch gut sein? Ich bitte um sachdienliche Hinweise.
heise mobil – 27.03.09 – Bundestag verabschiedet Gesetz gegen heimliche Handy-Ortung.




Kommentare