Sep 27 2008

Back in Germany – Ende

Deutschland hat mich wieder! Will ich es eigentlich auch wieder? “Hannes, wasch wilsch n du?” sprach eine stark schwäbelnde Frau neben mir in der Reihe bei Starbucks am Flughafen Frankfurt zu ihrem Mann, und ich war mir nicht sicher, ob ich für sowas schon wieder bereit bin. Da man bekanntlich ja nichts überstürzen soll, werde ich mich erstmal langsam an die BRD herantasten, und die nächste Woche noch bei unseren holländischen Freunden verbringen. Außerdem hatte ich lange keinen Urlaub mehr. :-)
Appropos Starbucks: Meine Reise war ja auch so etwas wie eine ungeplante Kaffeefahrt, soviel Kaffeeläden, wie ich getestet habe. Die amerikanische Koffeinkette kann ich allerdings nach wie vor empfehlen.
In einer halben Stunde kommt mein Zug nach Hause.
An dieser Stelle endet meine Berichterstattung, mit einem Dankeschön an alle, die hier hin und wieder mal reingelesen haben. Für mich war das Bloggen eine gute Gelegenheit, meine Gedanken zu sortieren, außerdem kann ich so nochmal nachlesen, was denn alles gewesen ist. Im Alter vergißt man ja so schnell…

Erkenntnis des Tages: Trotz allem ist es schön, wieder nach Hause zu kommen.

Cheers!


Sep 27 2008

Fruehstueck

Eigentlich hatte ich mir die Nacht ein wenig anders vorgestellt. Statt smoothem herumschlendern, hab ich schon im Stehen geschwitzt. Hier ist es, wie schon beschrieben, so heiss, dass man eigentlich nichts machen kann. Daher habe ich meine Plaene etwas ueber den Haufen geworfen, und hab mir ein Zimmer in der Stadt genommen. Die Dame an der Rezeption hat sich wahrscheinlich auch gedacht “Was ist das denn fuer einer?” als ich um 02:30 dort ankam. Ich war wie aus dem Wasser gezogen. Im klimatisierten Zimmer, nach einer ausgiebigen Dusche, war die Welt dann wieder in Ordnung.

Dank der Zeitverschiebung und diversen Nickerchen im Flieger, war ich um Punkt 06:00 wieder wach und fit, so dass ich nun endlich mein Ziel, naemlich im Emirates Palace zu fruestuecken, verwirklichen konnte. Also schwupps ins Taxi gesetzt, und mich standesgemaess, vorbei an der Hotel-Security, bis zum marmorierten Haupteingang chauffieren lassen. Wo mir dann direkt mal die Tuer aufgehalten wurde. Also ab hinein, ein kurzes Schwaetzchen mit dem Concierge, und nach 5 Minuten Fussweg IM Hotel war ich auch schon im Fruehstuecksraum. Mannomann, sowas wie da, erlebt man auch nicht alle Tage. Der Schuppen selber ist bombastisch, und auf dem Fruehstuecksbuffett liegen mehr verschiedene Teigwaren als bei Kamps. Ich wusste gar nicht, dass es soooo viele verschiedene Fruehstueckszerealien gibt. Ich sass also in meinem schweren Sessel, hab mir frischen Kaffee und Osaft intravenoes zufuehren lassen, und fuehlte mich rundum wohl. Leider war ich nach dem 4 Teller irgendwie schon satt (ich bin auch nicht mehr der alte…).
Fazit: Fruehstueck in einem 6(!) Sterne Hotel, das hat einen gewissen Stil. :-)

Nun bin ich wieder am Airport, nachdem ich mich nochmal fuer ein paar Dollar mehr durch die halbe City zum Sightseeing hab kutschieren lassen. Allerdings sind die Sights hier meiner Meinung nach eher duerftig gesaeht. Oder ich muss irgendwann nochmal genauer schauen, dann allerdings bitte bei 10 – 15 Grad weniger.

So, bald kommt mein Flieger, dann gehts ab nach Hause.

Cheers!


Sep 26 2008

Das Schlimmste ist geschafft

Gerade sitze ich in einem Internet-Cafe in Abu Dhabi, und diese arabische Tastatur macht mir ein wenig zu schaffen. Da mein Webmailer mit dem arabischen System nicht klarkommt, kann ich hier nur bloggen.
Die 14 Stunden Flugzeit von Sydney hierhin waren mal wieder die Hoelle. Allerdings war es etwas besser als auf dem Hinflug, wahrscheinlich weil ich eben mehr geschlafen und mehr Filme geschaut habe. Jetzt hab ich heute mittag nur noch schlappe 6 Stunden Flug vor mir. Da lohnt sich das Hinsetzen ja kaum. Ich werde mich jetzt in Abu Dhabi noch ein wenig umsehen und mal schauen, das ich zum Emirates Palace komme.

Es ist jetzt kurz nach 01:00 Uhr und draussen ist es eigentlich unertraeglich. Geschaetzte 30 Grad bei 200% Luftfeuchtigkeit. Auf Dauer waer das nix fuer mich. So, ich schau mal, dass ich irgendwo einen vernuenftigen Kaffee bekomme. Bis spaeter.

Cheers!


Sep 26 2008

Stop in Sydney

Da ich irgendwie die Zeit totschlagen muss, schreibe ich mal ein paar Worte aus “meinem” Sydney. Der Flug Cairns – Sydney verlief problemlos, wenn man mal davon absieht, dass ich Indiana Jones 4 verschlafen habe. Das uebelste heute war, neben dem fruehen Aufstehen, dass ich bis 10:15 keinen vernuenftigen Kaffee bekommen habe (Die Ploerre im Flieger kann man nicht als Kaffee bezeichnen). Nun verbringe ich noch gute 2 Stunden hier am Airport Sydney und dann gehts 14 Stunden lang nach Abu Dhabi.
Ich denke mal, dass ich mich von dort aus nochmal melden werde.

Erkenntnis des Morgens:
Man ueberlebt auch ohne Kaffe nach dem Aufstehen (wenn auch schwer).

Cheers!


Sep 25 2008

Abschiedstournee

Heute war mein letzter Tag in Cairns. Morgen geht es zurück nach Hause. Auf der einen Seite freue ich mich natürlich riesig auf meine Famile, auf der anderen Seite gibt es in diesem schönen Land noch so viel zu entdecken, dass die Zeit, wie immer, viel zu kurz war.
Heute habe ich zum Abschluss nochmal einen kleinen Ausflug gemacht. Auf einer wunderschönen Landstraße, immer entlang am Meer,  ging es mit dem Bus nach Port Douglas. Von dort aus hat man nochmal einen tollen Blick auf den “4 Mile Beach”, den 4 Meilen langen Sandstrand. Leider war das Wetter heute ziemlich windig, und das Meer entsprechend wild, so dass der Blick nur zu 90% Postkartentauglich war. Die City erinnert eher an die Gold Coast als an Cairns. Das kann allerdings auch damit zusammenhängen, dass die City von Port Douglas noch sehr jung ist. Die typischen Souvenirläden mit einer Mischung aus Nippes und Schönem muss man hier schon etwas genauer suchen.
Da in meiner Tour, zum x-ten Mal ein Besuch in irgendeinem Wildlifepark mit inbegriffen war, habe ich die Gelegenheit genutzt, und meinen Kängurus, Wallabies, Wombatzen, Koalas und Krokodilen nochmal persönlich die Pfote geschüttelt und “Auf Wiedersehen” gesagt.
Zurück ging es wieder über die besagte Küstenstraße. Allerdings war es schon dunkel, so dass von der Küste nichts mehr zu sehen war. Ich hab keine Ahnung, ob es bei uns auch so ist, aber außerhalb der Städte, ist es abends RICHTIG dunkel. Wenn man da ohne Taschenlampe ausgesetzt wird, hat man ein echtes Problem.

Zum Tagesabschluss gab es in meinem Hotel, noch eine Portion Pasta. Diese war allerdings so groß, dass ICH sie nicht aufgekriegt habe. Zudem war sie auch noch richtig lecker. Allerdings waren da soviel Zwiebeln und Knoblauch drin, dass ich morgen im Flugzeug nicht mein Sitznachbar sein möchte.

An dieser Stelle endet meine Berichterstattung aus Cairns. Morgen setze ich mich ins Flugzeug, und fliege “mal eben” nach Hause. Bei dem Gedanken tut mir jetzt schon der Hintern weh. Aber die schlappen 40 Stunden Reisezeit werde ich einfach mit Dingen verbringen, wo ich zuhause nicht zu komme, wie z.b. vor der Bordtoilette warten, mich darüber ärgern, dass es 6 Stunden lang 15:00 Uhr ist, oder einfach mal 10 Filme hintereinander schauen.

Picture of the day: Der 4 Mile Beach in Port Douglas

Erkenntnis des Tages:
We´ll be back!

Cheers!


Sep 24 2008

Just relaxing

Heute habe ich mir vorgenommen, mal nix wildes zu machen. Nach 3 Tagen Action Non-Stop stand mir heute mal nicht der Sinn nach Tauchen, Wildwasserrafting, Bungee-Jumping, Fallschirmspringen oder was man sonst hier noch alles so machen kann. Ich wollte Shoppen! Und zwar so richtig in einer Shopping-Mall. Also machte ich mich auf den Weg.
Übrigens: Das korrekte Überqueren einer Straße hier, hab ich immer noch nicht gelernt. Vor jeder Straßenüberquerung schaue ich mittlerweile, wie ein paranoider Geisteskranker in alle 4 Himmelsrichtungen, weil ich immer noch nicht weiß, aus welcher Richtung die Autos denn nun kommen. Hier gibt es zwar auch Fußgängerampeln, aber die sind nun mal zu gar nichts zu gebrauchen. An einer roten Ampel kann man getrost eine Zigarette rauchen, einen Kaffee trinken, oder ein gutes Buch lesen, bevor diese mal grün wird. Sollte man dieses seltene Phänomen tatsächlich mal erleben, muss man dann auch flux die Beine in die Hand nehmen, denn eine Grünphase dauert geschätzte 2,34 Sekunden. Es gab Momente, da war die Ampel schon wieder Rot, bevor ich realisiert hatte, dass sie mal Grün war. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund warum die Aussies so konsequent über Rot gehen, selbst wenn ein Polizeiwagen angefahren kommt. Aber ich schweife ab.

Die Mall entäuschte mich. Hier gab es den gleichen Krempel wie bei uns. “Kaufhof” heißt hier “Myer” und und “Woolworth” gibts hier immer noch, und ist so eine Art “Real”.  Nach einem Besuch im australischen MediaMarkt (den Namen hab ich jetzt vergessen) wurde es Zeit für ein Frühstück bei “Hungry Jacks”, bei uns besser bekannt als “Burger King”. Der geneigte Leser merkt es schon: Alles alter Wein in neuen Schläuchen.
Also machte ich mich mal auf, zum Bahnhof nebenan. Ich war schwer erstaunt über das wilde Treiben dort (siehe Bild). Auf meine Nachfrage an der Information, wohin die Züge hier denn so fahren, erfuhr ich, dass dies ein Bahnhof ohne Wiederkehr ist, d.h. hier fahren nur Züge ab, kommen hier aber nie an. Wie gut, dass ich mich nicht spontan in einen Zug gesetzt habe.
Da der Tag noch jung war, buchte ich spontan eine enstpannte Bootsfahrt ins Landesinnere. Das war genau das richtige für den heutigen Tag. Entspannt über den Fluss, der von Mangrovenwäldern umgeben ist, tuckern und dabei Ausschau nach Krokodilen halten, die sich hier sehr wohl fühlen. Naja, gesehen hab ich leider keine. Dafür im Anschluss der Tour umso mehr. Als Bonbon gab es nämlich noch eine Kleinbusfahrt durch Australiens größte kommerzielle Krokodilfarm mit 26.000(!) zukünftigen Handtaschen. Da der Tourleiter allerdings einen grausamen Dialekt sprach, hab ich gerade mal die Hälfte von den durchaus interessanten Informationen verstanden. Überhaupt: Manche Aussies haben so einen üblen Dialekt, dass ich mich manchmal frage, welche Sprache die überhaupt sprechen. Den Großteil verstehe ich allerdings recht gut.

Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Abstecher in meine Hotelbar, wo ich zu meinem Entsetzen feststellen musste, dass hier ein Cola-Rum nur 3 Dollar (ca. 1,80 €) kostet. Und ich Idiot sauf die ganze Zeit das sündhaft teure Bier….

Pictures of the day:

Erkenntnis des Tages:
Englischsprachige Krankenhausserien im Fernsehen sind eher für Fortgeschrittene

Cheers!


Sep 23 2008

Ein Taucher, der nicht taucht, taucht nix

Heute war ich tauchen am Riff. Nicht nur mit Schnorchel und Taucherbrille, sondern so richtig mit Taucheranzug und Sauerstoffflasche auf dem Rücken. Eine “Location” (neudeutsch für “Ort”), von der wahrscheinlich so ziemlich jeder Sporttaucher schonmal geträumt hat. All das, was ich gestern nur durch Fensterscheiben gesehen habe, konnte ich heute nun hautnah, live und in Farbe erleben. Aber fangen wir vorne an:
Um 08:00 Uhr war Check-In auf meinem Kutter zum Riff. Das bedeutete 07:00 Uhr aufstehen, fertg machen, und mit meinen obligatorischen “Cafe Latte to go” auf ins Booking Terminal, um mein Ticket abzuholen. Dort angekommen, hätte ich eigentlich schon wieder duschen können, denn es war schon wieder ganz schön knackig warm. Auf dem Schiff gabs erstmal einen brauchbaren Kaffee und die Sicherheitshinweise für den Tag. Außerdem gab es, im Gegensatz zu gestern, kostenlose Tabletten gegen Seekrankheit. Als echter Kerl brauchte ich die natürlich nicht, gestern war die Fahrt ja auch lustig. Nachdem die Stimme aus dem Off allerdings zum dritten mal wiederholte, das jetzt ein guter Zeitpunkt ist, sich die Drogen einzuschmeißen, hab ich aus Solidarität auch mal eine genommen. Eine, von unzähligen weisen Entscheidungen in diesem Urlaub. Während der gut einstündigen Fahrt zum Riff, wurde die Gruppe der Taucher eingewiesen und instruiert. Je länger das Ganze dauerte, desto kleiner wurde die Gruppe. Reihenweise verabschiedeten sich die Passagiere mit kleinen weißen Tüten in der Hand an die frische Luft. Damit es mir nicht genauso erging, versetzte ich mich selber in eine Art “Jetzt-bloß-nicht-kotzen”-Trance und lutschte dabei ca. 3 Kilo Eiswürfel, die das Unwohlsein etwas erträglicher machten. Permanent hielt ich Ausschau nach der Insel, an der wir in meiner Vorstellung halt machen würden. Aber da kam nix. Irgendwann (nach gefühlten 5 Stunden) hielt das Schiff einfach an, so nach dem Motto “Hier ist schön, hier bleiben wir. Bitte bereit machen für eine Runde Schnorcheln!”.
Ein kurzer Rundumblick gab mir die Gewissheit, dass in allen 4 Himmelsrichtungen nichts, außer Meer zu sehen war. “Na gut, dann machen wir mal einen auf Tom Hanks in Castaway und planchen ein bißchen im offenen Ozean”. Cool! Aber eigentlich auch nicht, denn das Wasser hatte mit 26 Grad ziemliche Badewannentemperatur. Also Taucherbrille auf, Schnorchel in die Schnüss und ab dafür. Das war schonmal sehr nett. Allerdings machte mir meine Schnappatmung beim Schnorcheln im Hinblick auf meinen bevorstehenden Tauchgang, etwas Sorge.
Nach ca. 1,5 Stunden wurde alle Passagiere wieder eingefischt, und die Fahrt ging weiter, an einen anderen Ort (der sah natürlich genauso aus, halt offenes Meer), wo dann mein erster Tauchgang bevorstand.

Zuersteinmal sei angemerkt: Ein Neoprenanzug macht eine außerst unvorteilhafte Figur! Ich kam mir vor, wie eine pommersche Leberwurst im Naturdarm, und sah wahrscheinlich auch so aus. Dazu kamen dann noch ca. 70 kg Krempel, wie Sauerstoffflasche, Schwimmweste, Schwimmflossen, Taucherbrille, Bleigürtel und Tiefenmesser. Die Kür bestand darin, mit der Ausrüstung ins Wasser zu kommen. Ich habs geschafft, und danach wurde es – wie beschrieb ich es gestern? – Nett! Von meiner Schnappatmung war nichts mehr zu spüren. Wahrscheinlich, weil ich vor lauter Staunen eh das Atmen vergessen hatte. 30 Minuten verbrachten wir in einer Gruppe von 3 Mann schwerelos in 5 – 10 Metern Tiefe. Am liebsten hätte ich das ganze Riff eingepackt und mit nach Hause genommen. Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen, unter Wasser kam mir allerdings folgender Gedanke:
Sollte es tatsächlich einen Schöpfer der Welt geben, und sollte Dieser tatsächlich 7 Tage für die Erschaffung der Erde gebraucht haben, so muss er mindestens 5 davon für das Design des Great Barrier Reefs verbraten haben.

Das ganze Spektakel wiederholte ich dann nochmal an einer anderen Stelle, so dass ich summasumarum 1 Stunde tauchen war. Das Thema “Tauchschein” ist für mich jetzt abgehakt, denn ich glaube, den Höhepunkt einer Taucherkarriere habe ich heute schon erlebt.

Pictures of the day: Die selben wie gestern, nur ohne Insel und Krokodil.

Erkenntnis des Tages: Ich bin nicht seefest!

Cheers!


Sep 22 2008

Findet Nemo

Um die Frage aus meinem letzten Artikel vorab zu beantworten: Die Tour hat sich gelohnt!
Punkt 11:00 Uhr startete mein Kutter (ein Katamaran mit Platz für ca. 80 Personen) nach Green Island am Great Bareer Reef. Die gut einstündige Fahrt zur Insel alleine, war schon ihr Geld wert. Mit guter Musik in den Ohren stand ich vorne (ich hab gerade vergessen, wie das bei Schiffen heißt), ließ mir den Wind in Gesicht blasen und drehte im Kopf meinen eigenen Karibikfilm mit einem ganz besonderen Soundtrack. Was mich auf Green Island erwartete, übertraf allerdings meine Erwartungen um längen.
Wenn es nicht so kitschig klingen würde, würde ich jetzt Worte wie “atemberaubend”  benutzen. Ein Wort übrigens, das ich noch nie in meinem Leben gebraucht habe. Ich sag jetzt einfach mal: “War nett”
Um das ganze Spektakel, welches sich hauptsächlich unter Wasser abspielt richtig genießen zu können, muss man sich allerdings erstmal Bewusst machen, das dieses Fleckchen Erde weder Hollywood, Disneyland oder der Aquazoo ist, sondern Natur und Echt.

Während meiner Meereserkundung sowohl mit einem Glasbodenboot, als auch mit einem Pseudo-UBoot, traf ich nahezu auf die komplette Besetzung von “Findet Nemo”. Nemo, Dorie, sogar Crush die Meeresschildkröte war da. Soviele Promis habe ich selten auf einen Haufen gesehen.

Ein weiterer hochinteressanter Part dieses Tages, bestand aus dem Besuch einer Krokodilfarm, wo ich der einzige Besucher zu dem Zeitpunkt war. Auf einem ca. 1,5 Meter breiten Pfad spazierte ich vorbei an dutzenden Krokodilen, teilweise bis zu 5,5 Meter lang, nur getrennt von einem Zaun. Irgendwie musste ich permanent an unseren deutschen TÜV denken. Ob die hier sowas auch haben? Schon komisch, wenn man an so einem Tier vorbei geht, welches ja in der Regel einfach nur salzsäulenähnlich rumliegt, und es just in dem Moment, in dem du dem Tier am nächsten bist, die Augen aufmacht, und dich anstarrt. Siehe Foto unten, welches übrigens nicht herangezoomt ist.

Die Rückfahrt gestaltete sich ebenso kurzweilig wie die Hinfahrt. Mal schauen, was der morgige Tag so bringt. Die Messlatte liegt schon ziemlich hoch.

Pictures of the day:

Erkenntnis des Tages:
Zuviele, um sie alle hier zu nennen.

Cheers!


Sep 22 2008

Der junge Mann und das Meer

09:15 Uhr: Ich sitze gerade bei einer Portion Rührei und einem Cafe Latte im “Coffee Club” und schaue auf die Promenade, Palmen und das Meer während ich diese Zeilen schreibe. Dabei kommt mir  Ernest Hemingway in den Sinn, und ich stelle mir vor, wie er auf Kuba auf das Meer blickt und schreibt, ein bißchen so wie ich gerade. Statt einem Kaffee aber wahrscheinlich eher mit einer Flasche Rum.

Nachdem ich heute mal so richtig bis 07:00 Uhr ausgeschlafen habe, war ich um 07:30 Uhr schon auf dem Weg in die City. Vorher packte ich mir allerdings in weiser Voraussicht noch ein Handtuch und Sonnencreme ein. Wahrscheinlich eine gute Entscheidung, denn um 11:00 Uhr geht mein Kutter nach Green Island. Da ich heute ja ein wenig spät dran bin, hab ich mich für eine spontane Halbtagestour entschieden, die man an jeder Ecke in Cairns buchen kann. Mal schauen, ob die Tour hält, was der Prospekt verspricht.

Cheers!


Sep 21 2008

Kuranda

Heute stand Kuranda auf dem Programm. Ein nettes kleines Städtchen, umgeben von Regenwald, soweit das Auge reicht. Ich habe soviele Eindrücke gesammelt, dass es hier den Rahmen sprengen würde, diese alle aufzuzählen. Soviel sei verraten: Der Tag war prima, und der Ausflug hat sich voll und ganz gelohnt. Auch war ich heute wieder auf den Spuren von Prof. Grzimek unterwegs. Da ich diese Woche noch keine Kängurus gefüttert habe, habe ich dies mal flux nachgeholt, sonst verhungern die mir noch. Da ich mittlerweile genug Koalas gesehen habe, habe ich sie heute mal (fast) links liegen lassen, und hab mich mehr um Schmetterlinge, Vögel und diverse Gifttiere gekümmert. Kuranda selbst, bietet neben vielen Shoppingmöglichkeiten auch nette Märkte und Gallerien. Bei wunderbarem Wetter machte ich mich auf die Socken kreutz und quer durch die Stadt. Hin ging es übrigens mit dem Zug, und zurück mit einer Gondel quer über den Regenwald. Sehr schön.

Da meine Schuhe noch etwas Profil übrig hatten, entschloss ich mich, nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel (welches heute immer noch nicht besser ist), mal in die City zu wandern, um meinen nächsten Tag zu planen. Cairns ist ein nettes Städtchen mit einem ganz eigenen Flair. Das Publikum scheint mir völlig bunt durcheinandergewürfelt zu sein.

An dieser Stelle mal ein paar Worte zur Mode in Australien. Bei den Männern zeichnet sich ein ganz klarer Modetrend ab, der sich allerdings tagsüber und abends unterscheidet: Tagsüber läuft der Mann grundsätzlich in Shorts in diversen Variationen durch die Gegend. Dazu ein T-Shirt, gerne von Bilabong (kann aber auch von einer anderen Marke sein, hauptsache, es steht vorne irgendwas drauf), Flipflops (wie können die nur darin laufen?), Baseballkappe und Sonnenbrille auf der Nase. Abends sieht das Ganze schon anders aus. Da wird dann die Sonnenbrille weggelassen.
Bei den Damen der Schöpfung kann ich keinen eindeutigen Trend feststellen. Wobei ich sagen muss, dass ich allen Ernstes jetzt schon ein paar Menschen gesehen habe (nicht nur hier), die es unheimlich hip finden, bei 30 Grad mit der dicksten Winter-Pudelmütze (mit Bömmel) herumzulaufen. Vielleicht hab ich ja nicht so das Modeverständnis, aber irgendwie find ich das hohl. Außerdem gab es diesen Modetrend bei uns schon letzten Winter zwischen Dezember und Februar.

Picture of the day: Ein Schmetterling

Erkenntnis des Tages: Egal wohin man reist, 2 Dinge wird man niemals los: Deutsche und Japaner