Sep
14
2008
Heute war die Eröffnung der 27. Shuffleboard World Championships.
Und was soll ich sagen, nach den ersten 2. Runden liegen wir auf Platz 1 in der Gesamtwertung. Da ich eine Wolke am Himmel entdeckt habe, sollten die Spiele am besten genau jetzt abgebrochen werden.
Fast alle männlichen deutschen Spieler, haben mindestens 1 von 2 Spielen gewonnen. Da ich der einzige war, der heute nur 1 Spiel hatte, habe ich mir meinen ersten Sieg für morgen aufgehoben. Vom 13. Stock aus läßt sich so ein Spiel übrigens wunderbar beobachten.
Letztes Jahr zogen wir noch mit Prunk in ein Eisstadion ein, dieses Jahr ging es schon quer durch die City (inkl. Dudelsackspieler und Nationalhymnen).
Nett war es, muss man sagen.
Da ich hier immer noch massive Internetprobleme habe, die frühestens am Montag
behoben werden, gibt es im Moment leider nur Berichterstattung auf Sparflamme.
Die technische Abteilung der GSA setzt natürlich trotzdem alle Hebel
in Bewegung, um den geneigten Shuffleboardfreund auf dem Laufenden zu halten.
Die heutigen Ergebnisse gibts auf www.shuffleboarder.de (den direkten Link habe
ich gerade nicht zur Hand).
Erkenntnis des Tages:
Man kann auch ohne Joker gewinnen.
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Sep
14
2008
Ich sitze gerade an einem oeffentlichen Internet-Terminal an einer schmierigien Tastatur, weil seit gestern (Samstag) das Internet in meiner Suite gestoert ist, und ich keine Verbindung mehr bekomme. Sobald wieder alles funktioniert, werde ich weiter berichten. Gleich beginnt das erste Spiel. Drueckt die Daumen!
Cheers!
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Sep
13
2008
…ist heute angesagt. Vormittags in unserer Anlage, nachmittags in Elanora, wo die australischen Shuffler nochmal eine Anlage mit 10 Bahnen haben. Direkt daneben ist übrigens der “Austrian Australian Curling Club”.
Ein Curling-Club in der nähe von Surfers Paradise. Eine gewisse Ironie läßt sich einfach nicht leunen. Vielleicht sollte ich am Rhein auch mal einen Klub der Wellenreiter o.ä. eröffnen.
Ein Wort zum Zustand der Bahnen: Horrible! Man muss aufpassen, dass einem beim Beobachten der Disks nicht schwindelig wird. Mir war bisher nicht bewußt, dass eine Scheiben so oft die Richtung wechseln kann (bei einem einzelnen Schuss wohlgemerkt). Zur Aufstellung der deutschen Mannschaft sei gesagt, alle sind wohlbehalten hier eingetroffen und bereit,
das “Projekt Bronze” anzugehen.
Noch bevor ich auch nur ein offizielles Spiel bestritten habe, bin ich befördert worden, nämlich von der 9. in die 13. Etage. Die Wohnung ist natürlich um Längen besser, als die Alte. Sie hat 3 statt nur 2 Fernseher.
Außerdem teile ich sie mir jetzt nur noch mit einer, statt mit 3 Personen. (An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an meine Gastfamilie, die ich in der letzten Woche betreut habe, ihr wart super!)
Mal schauen, ob ich es schaffe, mich bis zum Ende der Woche in die Penthousewohnung im 25. Stock zu spielen.
Apropos Fernseher: Ein weiterer Grund, dieses Land zu lieben ist der, dass im Vorabendprogramm zuerst Futurama (meine Lieblingsserie) und direkt im Anschluss 2 Folgen “The Simpons” kommen. Wunderbar.
So, gleich ist Kennenlerndinner angesagt. Also Smoking und Fliege an, nochmal kurz die Dauerwelle legen, und ab dafür.
Erkenntnis des Tages: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 75 wurde in Australien erfunden, und das aus gutem Grund.
Cheers!
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Sep
12
2008
Heute sind die Kandadier eingetroffen. Zur Erinnerung:
Ab morgen beginnt hier in Coolangatta die offizielle WM
im Shuffleboard (Aktuelle Ergebnisse gibt es hier).
Ein lustiges Völkchen diese Kandadier:
Sitzen 20 Stunden im Flugzeug, haben 14 Stunden Zeitverschiebung,
alle sind im besten Rentenalter, und was machen sie, noch bevor
sie die Koffer ausgepackt haben? Richtig! Erstmal eine ausgiebige
Runde Shuffleboard spielen. Entweder haben die alle mehr drauf
als ich, oder die sind im Kollektiv gedopt.
Da ich gerne eins dieser schicken Hütten auf Souvereign Island
hätte (http://www.thesovereignislands.com),
beschloss ich, mal ins Casino nach Surfers Paradise (der Ort heißt wirklich
so) zu fahren, um dort mein Glück zu versuchen. Ich mußte
nur ca. 5.000.000$ gewinnen, dann stünde meinem Vorhaben nichts mehr
im Wege. Also hab ich mir flux vier 5$-Chips geholt, am Roulette-Tisch
gesetzt und…gewonnen! Zwar noch nicht die komplette Summe, aber immerhin schonmal den beachtlichen Teil von 30$ Auch die wurden wieder
strategisch günstig angelegt und…gewonnen. Somit hatte ich schon
80$. Cool, dachte ich, bald kann ich mir neben dem Luxus-Domizil direkt
noch das Casino mit dazukaufen…Doch aufgrund eines recht eng gesteckten
Zeitplans und einer kurzzeitigen Pechsträhne, mußte ich das Projekt vorzeitig beenden, und auf meinen nächsten Australien-Urlaub verschieben.
Meine neu erworbenen Reichtümer habe ich dann auf einen Schlag
in ein Baguette von Subway und ein Sixpack Bier investiert. Eigentlich
eine gute Investition!
Was brachte der Tag heute sonst noch? Viel Wind, viel Sonne. Die ersten
Sonnenbrände (nicht bei mir), Vorfreude aufs Turnier und eine dicke Abfuhr
im Kartenspiel.
Erkenntnis des Tages:
Casinos sind für Epileptiker denkbar ungeeignet.
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Sep
11
2008
Heute berichte ich mal von den kleinen aber feinen Unterschieden,
die es hier zu entdecken gibt.
Der augenscheinlichste: Die Leute fahren alle auf der falschen Spur
und sitzen im Auto auf der falschen Seite. Für den rechtstrainierten
Autofahrer ansich nicht so schlimm, aber für mich als (Urlaubs-)Fußgänger
jedes mal ein Drama, wenn ich über die Straße gehe. Zu welcher Seite
schaue ich zuerst? 3 von meinen 7 Leben hätte ich schon fast verwirkt,
nur weil ich mitten auf der Straße feststelle, dass die Autos ja doch von
der falschen Seite kommen (Keine Sorge, ich hab stets meine Blindenbinde an,
die Autos halten immer rechtzeitig
).
Überhaupt scheint Australien ein ziemlich “linkes” Land zu sein:
Ich benutze regelmäßig das Besteck meines rechtssitzenden Tischnachbarn,
weil alle Aussies der Meinung sind, das Besteck muß Links vom Teller liegen.
So´n Quatsch!
Wo wir gerade beim kulinarischen sind: Eine typisch australische Küche
habe ich noch nicht entdeckt. Ich hab die Suche aber noch nicht
aufgegeben. Lustig ist es übrigens immer, hier einen Kaffe zu bestellen!
Hier mal eine freie Übersetzung einer Kaffeebestellung:
Er: Welcher Kaffee darfs denn sein?
Long Black? Short Black? Cafe Latte? Macciato? Flat White? Capuccino?
Ich: Normaler Kaffee mit Milch
Er: Wir haben Long Black, Short Black…
Ich: OK. Cafe Latte
Er: OK. Welche Größe?
Small? Medium? Large? Extra Large?
Ich: Medium.
Er: OK. Welche Milch?
Coffe Cream? Normal milk? Reduced milk? Skinnie milk? Soja milk?
[...]
20 Minuten später:
Er: Welches Aroma?
Vanille? Schokolade, Nuss? Apfel Pfirsich Mango?
Zum hier trinken oder mitnehmen?
Mit Deckel oder ohne?
Zahlen Sie bar oder mit Karte?
Ähnlich viele Fragen muß man lediglich bei der
theoretischen Führerscheinprüfung oder beim Einbürgerungstest
beantworten.
Fazit: Wenn ich mal wieder das Bedürfnis verspüre zu Reden, dann
bestell ich mir einfach einen Kaffe!
Erkenntnis des Tages:
Egal ob Bekannter oder wildfremde Person – Alle verabschieden sich
mit einem “See you” – Zumindest in Australien scheint man sich tatsächlich immer zweimal im Leben zu begegnen.
Picture of the day:

Teil 1der WM-Spielstätte
Cheers!
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Sep
10
2008
Hier haben wir es echt mal übel angetroffen! Irgendwie war
der Tag nix. Es fing damit an, dass es bei der Ankunft so warm
war, dass ich meine Jacke ausziehen musste. Dann kommen wir im
Hotel an: 9 Stock. Man braucht geschlagene 11 Sekunden bis man
im Appartement ist. Dann der nächste Schock: Die Ledercouch
bietet nur Platz für max. 6 Personen und der Flachbildfernseher
hat gerade mal eine 82cm Bildschirmdiagonale. Immerhin haben wir einen
Balkon. Dort aber nervt das Rauschen der Meeresbrandung, man kann sich
gar nicht vernünftig unterhaltenn und ein halber Regenwald versperrt
einem die Sicht. Überhaupt: Am Strand liegen sie wie
die Sardinen in der Dose, wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann
(Von besagtem Balkon geschossen). Warum nur muss der Strand so breit sein?
Man braucht ewig, bis man am Wasser ist.
Ach, so könnte ich noch stundenlang weiterschreiben. Ein Übel jagt das
nächste. Ich geh mich jetzt beschweren.
Erkenntnis des Tages:
Selbst in Down-Under ist man vor einem Aldi nicht sicher. Donnerstags
gibt es die neuen Angebote, und nächste Woche ist bei der Mutter aller
Discounter Oktoberfestwoche.
Cheers!
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Sep
10
2008
Da ich gerade nix zu tun habe, weil ich im Flugzeug nach Coolangatta/Gold Coast sitze, schreibe ich nochmal ein paar Worte. Wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, dann schreibt man übers Wetter. Und dieses wird hier scheinbar jeden Tag besser. Mal schauen, ob es so bleibt.
Wenn wir neben Shuffleboard noch eine Disziplin “Schlafen wo man geht und steht” einführen würden, wäre meine Begleitfamilie, nennen wir sie mal der Anonymität wegen Famillie Hassmähn definitiv auf Platz 1. Allen voran der Sohn – ich nenne ihn mal Thorsten, der pennt sogar im Stehen an der Bushaltestelle. Ok, der Vogel landet.
Cheers!
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Sep
9
2008
Tag 4 – Letzter Tag in Sydney
Ich als alter Krombacher-Biertrinker habe ja in jahrelanger Arbeit
dafür gesorgt, das es den Regenwald noch gibt. Im Laufe der Zeit
sollte ich so rund 10 Hektar davon gerettet haben (ich muss beim Jauch
nochmal nachfragen wieviel genau). Heute habe ich mir die Früchte
meiner harten Arbeit angeschaut. Und was soll ich sagen, es hat
sich gelohnt. In den Blue Mountains gibt es Wald, soweit das Auge reicht. Ein bißchen stinkig war ich darüber das mein Name als Regenwaldretter auf keiner Tafel stand. So hab ich dann erstmal meinen Name in all meine Bäume geritzt. 
Das Blaue an den Mountains ist übrigens der Dunst der Eukalyptusbäume,
der wie eine Smogschicht über dem Gebiet liegt. Schon irre, was Bäume
so ausdünsten. Der optimale Lebensraum für Koalabären. Diese fühlen sich
übrigens tatsächlich so weich an, wie sie aussehen. Wobei das Fell der
Känguruhs eher dem eines Rauhaardackels ähnelt. Und das Fell einer Schlange ist kein Fell. Irgendwie sind die Streichelzoos hier anders als zuhause.

Der Känguruflüsterer
Das war mein letzter Tag in Sydney. Leider. Eine traumhafte Stadt mit
jeder Menge flair – das australische Lebensmotto “No worries” wurde wahrscheinlich hier erfunden.
Erkenntnis des Tages: An einem Teebaum wächst kein Tee! Der Baum
duftet, spendet Schatten und heilt Kranke. Wenn er noch für gutes
Wetter sorgt und meine Steuern zahlt, bringe ich einen mit.
Cheers!
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Sep
8
2008
Tag 3
Heute möchte mal nicht von kristallklarem Wasser, wunderbaren
Aussichten oder weißen Surfstränden erzählen, sondern vielmehr
von der Kunst sich zwischen 2 absoluten Gegensätzen zu bewegen:
Die Weite des Meeres und dem Business in der City.
Innerhalb weniger Stunden habe ich heute beides hautnah mitbekommen,
quasi beach2business. Dieser Kontrast war schon beeindruckend. Steile
Felsklippen und scharfe Brandung gegen Anzugträger, Handys und Gucci-Taschen. In Sydney liegt das alles sehr nah beieinander, wahrscheinlich macht dies auch mit den Reiz dieser Stadt aus.

Und noch etwas ist mir heute aufgefallen: Diese Stadt ist groß! Und zwar richtig groß. Nachdem ich heute schon meine 2. zweistündige Stadtrundfahrt gemacht habe, habe ich jetzt eine ungefähre Ahnung wie lange ich hier noch verbringen müsste, bis ich wirklich alle Highlights gesehen habe. Man kann hier locker mehrere Wochen verbringen, ohne das einem langweilig wird.
Ein weiterer interessanter Punkt in dieser Stadt ist das Wetter und
die Kleidung der Menschen, die hier leben. Ich kann es nicht verschweigen:
Hier ist der Winter gerade zuende gegangen, und die Temperaturen
bewegen sich knapp an der 20 Grad-Grenze, eher noch etwas darunter.
Der alteingesessene Rheinländer kann hier beherzt zu einem Sommerpulli
vielleicht sogar mit Jeansjacke greifen, besonders wenn der Wind ein
wenig weht. Nicht so der Sydnianer (oder Sydneese?). Dieser sitzt dennoch
mit Freunden und bekannten Abends draußen zum Lunch in Bermudas und T-Shirt.
Mir wurde reglmäßig kalt, wenn ich die Leute nur gesehen habe.
Vielleicht liegt es ja daran, dass es sich bei 350 Sonnentagen im Jahr
einfach nicht lohnt, sich umzuziehen?! Oder es hat andere Gründe, die
ich noch erkunden muss.
Zum guten Schluss noch die Erkenntnis des Tages: In Sydney gibt es
Stadteile mit 8(!) “O” im Namen. – Woolloomooloo
Cheers!
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Sep
7
2008
Der Tag fängt extrem gut an: Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperatur, ein sehr gutes Frühstück und Nightmare on Wax´”Le Nuits” im Hintergrund. Was will man mehr?
Heute steht der Hafen auf dem Programm. Nach einem schönen Spaziergang über den Markt in den Rocks gehts zur Oper. Ein wirklich schönes Bauwerk.
Danach gehts mit der Fähre nach Manly, einem Stadtteil von Sydney. Viele Leute, viele Geschäfte, viele Surfer (echte, nix Internet), und alle machen einen ziemlich entspannten Eindruck, wie übrigens die ganze Stadt. Mal schauen, wie es morgen aussieht, wenn alle wieder arbeiten müssen.
Cheers.
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