Goodby Netbook ™©®
Kaum sind sie auf dem Markt, verschwinden sie schon wieder. Gemeint sind die sog. “Netbooks”, also die ultrakleinen, leichten, mobilen Notebooks. Nicht, dass sie keiner kaufen würde, nein, ganz im Gegenteil. Vielmehr geht es mal wieder um Markenrechte. So besitzt die britische Firma Psion Plc. die Namensrechte an dem Begriff “Netbook”. IT-affine erinnern sich eventuell noch an Psion, die in den 90ern sozugagen die Vorreiter im Bereich elektronische Organizer waren. Heute spielt Psion in diesem Segment quasi keine Rolle mehr. Allerdings tritt die Firma in den letzten Wochen wieder verstärkter in die Öffentlichkeit, nämlich mit freundlichen, aber bestimmten Briefen an Websitebetreiber, mit der Aufforderung den geschützten Begriff “Netbook” nicht mehr zu verwenden. Zugute halten muss man ihnen, dass sie nicht direkt Abmahnungen und Unterlassungserklärung en Masse verschicken, sondern es (erstmal) auf dem Wege der Einsicht versuchen. Jüngstes “Opfer” ist übrigens Google, bzw. dessen Werbetreibende, die den Begriff nun nicht mehr in Werbekampagnen verwenden dürfen (Link).
Zu allem Unglück wurde “Netbook” im Oktober 2008 auch noch als Wortmarke beim deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Und zwar vom Geschäftsführer der kürzlich pleite gegangenen BUG Computer Components AG. Diese gelangte 2007 zu zweifelhaftem Ruhm, als diese bei einer Studie den dritten Platz im “Ranking der Top-Abmahner” belegte. Man darf gespannt sein, was da noch kommt.
Ich hatte mich gerade an den Begriff “Netbook” gewöhnt, fand ihn auch ganz passend. Demnächst wird man wahrscheinlich nur noch von Surfbooks, Mininotes, oder Subsubnotebooks hören. Schade eigentlich.



